Die VfL-Chronik

75 Jahre Sport in Kloster Oesede. Im Jahre 1928 begann die Geschichte des Vereins.

Geburtstage (Jubiläen) sind Höhepunkte eines Menschen und somit auch im Vereinsleben. Vom Vorstand des VfL Kloster Oesede bin ich gebeten worden hier, heute einen Rückblick der vergangenen 75 Jahren zu geben. Dem komme ich natürlich gerne nach.

Im Jahre 1928 begann die Geschichte des Vereins hier in Kloster Oesede.
Bereits in den Jahren 1925/26 war auf der Halde (Ottoschacht) ein geeigneter Sportplatz gefunden worden. Es sammelte sich um Lehrer Cilitzka eine Spielerschar, die die ersten Spiele mit Freunden aus den Nachbardörfern aufnahmen. Die ersten Pioniere des Fußballsports in Kloster Oesede waren: Lehrer Cilitzka, August, Johannes und Konrad Wiesing, Otto Panke, Mathias Gartmann, Adolf Steinfeld, Johannes Busch, Josef Calmer, Georg und Johannes Pit-zer. 
Schiedsrichter: Josef Busch und Adolf Calmer. Zweimal in der Woche trafen sich alle Spieler, um am Ausbau ihres Sportplatzes mitzuarbeiten.

Ohne jede finanzielle Unterstützung war somit die erste Sportstätte in der Gemeinde entstanden. Aber diese Spielerschar war noch lange kein Verein, hatte kein Regelwerk und keine feste Führung, war somit auch keinem Verband angeschlossen.

Als „wilder Verein“ war auf Dauer kein geregelter Sport durchführbar. Von dieser Erkenntnis getrieben, suchten die Spieler Rat und Hilfe bei einem Freund der Jugend, dem allezeit zu einem frohen Wort aufgelegten Herrn Kaplan Klemme. Bald war der Mann gefunden, der mit all seinen Sachkenntnissen den Grundstein legte für die nächsten Jahre.

Der mit seinem frohen Wesen und unerschütterlichen Ruhe immer Freude und Vertrauen ausstrahlte.

Der Gründungstag des neuen Sportvereins war dann der 1. Februar 1928.
Der Verein schloss sich der deutschen Jugendkraft an, dem Sportverband der kath. Vereine Deutschlands.

Der erste Vorstand war: Kaplan Klemme Präses. Lehrer Trentmann 1. Vorsitzender. Weitere Vorstandsmitglieder: Rudolf Lamkemeyer, Heinz Suttmeyer, Albert Warning, Heinrich Rahenbrock, Josef Hülsmann, Johannes und Josef Peistrup, Heinz Döllmann, Georg und Bernhard Pitzer.

Bereits im Herbst 1928 wurde dann eine Leichtathletikabteilung gegründet.
Am 23.09.1929 wurde das Sportfest des Kreises Iburg nach Kloster Oesede vergeben. Unter der Leitung von Lehrer Alfons Hoyer war dieses Sportfest eine Demonstration des Sportes. Landrat Herold nahm die Siegerehrung vor, und unter der Leitung von Kaplan Klemme wurde zum Abschluss, mit jungen Sportlern aus Kloster Oesede, das Freilichtspiel „ Wilhelm Tell aufgeführt.

Im Jahre1930 hatte die Fußballabteilung bereits 2 Herren, 3 Jugend und 2 Schülermannschaften.
Regelmäßige Versammlungen im neuen Jugendheim in der Schule gaben geistige Anregun-gen, Theateraufführungen sorgten für Geselligkeit. 

Im Jahre 1931 wurde dann die Turnabteilung gegründet. Erster Vorturner war der Sportkamerad Butke von der DRK Blau Weiß Schinkel.
Den Turnern stand damals schon eine vorbildliche Turnhalle zur Verfügung. Diese wurde im Zuge des Umbaues der Klostergebäude zu Schulzwecken mitgebaut.
Trotz freiwilliger Arbeitsleistungen durch alle Mitglieder litt aber das sportliche Geschehen im Jahr 1932 unter der Enge und dem schlechten Zustand des Sportplatzes auf der Halde.
Es ist der Verdienst des damaligen Gemeindevorstehers Josef Niermann, diese Nöte der Sportler richtig erkannt und für Abhilfe gesorgt zu haben.

In vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat und Vorstand wurde im Tiefen Sieg, in schönster Umgebung, ein Sportplatz, (der auch heute noch dort ist) geschaffen. Der für damalige Verhältnisse allen Ansprüchen entsprach.

1933 litt die Sportbeteiligung unter der großen Arbeitslosigkeit und der politischen Hoch-spannung.
Die Fußballer betätigten sich mit Gesellschaftsspielen und Wanderungen. Auch Geländespiele wurden ausgetragen. Als auch diese Tätigkeiten untersagt wurden, war das Sportleben in Kloster Oesede tot.

Im Herbst 1934 beschloss eine Mitgliederversammlung die Auflösung des Vereins. Als letzter DJK Verein des Landkreises Osnabrück beendete er sein Wirken. Sportgeräte und Vereinsvermögen wurden beschlagnahmt.
Über ein Jahr ruhte das sportliche Wirken. Alle Bemühungen der politischen Führung einen neuen Sportverein ins Leben zu rufen scheiterte.
Lehrer Hoyer hatte in den letzten Jahren für seinen Einsatz in der sportlichen Führung nur Undank geerntet, nur zu oft hatte er erfahren müssen, dass auch der Sport der politischen Diktatur zu gehorchen hatte.

Gleichzeitig spürte er, dass es für ihn als christlichen Lehrer einfacher wäre, sich zu behaupten, wenn er im öffentlichen Leben keinen Posten mehr bekleiden würde.
Deshalb lehnte er alle Versuche ab, wieder in die Sportführung einzutreten.

Zu einem Gespräch ins Pfarrhaus luden 1935 Pfarrer Beermann und Kaplan Klemme alle kath. Jugendführer ein. Man bat Lehrer Hoyer, die Führung des Vereins wieder zu überneh-men. Schweren Herzens erfolgte seine Zusage.

Am 6.Mai1935 entstand der neue Sportverein, dem man den Namen TuS gab „Turn und Sportverein Kloster Oesede“.

Der neue Vorstand setzte sich zusammen aus Alfons Hoyer, Vorsitzender, Johannes Flacke, Stellvertreter und Bernd Pitzer, Schriftführer.
Fritz Siek, Oberturnwart, Heinz Suttmeyer, Werbewart Heinrich Flacke, Pressewart, Johan-nes Wiesing, Jugendleiter, A.Harwighorst, Kassenwart, Kaplan Klemme und Johannes Frommeyer, Beiträte.

Fußball, Turnen, Leichtathletik, Korball, Ringtennis und Volkstanz waren das Angebot. Eine Frauenriege wurde unter der Leitung von Lehrerin Fr. Oeben aufgestellt. Das war eine kleine Sensation für unsern stillen Ort. Getragen von jugendlicher Begeisterung, führte Fr. Oeben 7 Jahre mit großem Erfolg diese Gruppe. Auf dem Stiftungsfest am 03.01.1937 traten junge Turnerinnen und Turner auf. Den Vorstand bildeten: Fritz Trentmann, Georg Bartelt, Hans Albert, Wilhelm Steinkamp und Kaplan Barkel.


Am Deutschen Turnfest 1938 in Breslau nahmen teil: Alfons Hoyer, Frau Oeben, Lieschen Weber, (verh. Wiebrock), Irmgard Meyer, (verh. Averdieck), Hedwig Teupe, (verh. Börger). Die Kosten mussten selbst getragen werden.

Am 01.09.1939 brach der schreckliche Krieg aus. Mitglieder aus unserm Verein mussten Soldat werden. Fortan trachteten daheim gebliebene Sportler danach, dass sportliche Leben für ihre Kameraden an der Front zu erhalten, sie zu erfreuen und zu betreuen.

Im Oktober gingen die ersten Päckchen an die Front. Im Rundschreiben wurde über das Leben in Verein und Dorf berichtet. Die Soldatenbetreuung übernahm Fr. Irmgard Meyer, (verh. Averdieck). Über 90 Vereinsmittglieder waren an der Front.

1940 wurde die 1. Fußballmannschaft Kreismeister und Kriegspokalgewinner. 
1941 wurde der Sportbetrieb fortgesetzt. In Oesede, Borgloh, Iburg und Glane war er bereits zum erliegen gekommen.
1941 legte Alfons Hoyer plötzlich sein Posten als Vereinsführer nieder. Was war geschehen? Die tollsten Gerüchte wurden von Männern der Ortsgruppen erzählt. A. Hoyer hatte Schweigegebot. Mit der Gestapo wurde gedroht. Sportkamerad Johannes Busch wusste allein die Zusammenhänge. Er war Augenzeuge gewesen, als der Ortsgruppenleiter dem Vereinsführer verboten hatte, weiter Weihnachtsgaben an die Soldaten zu schicken. Die Plätzchen, die von Fettmarken der Sportkameraden in der Backstube Hermann Brörmann gebacken waren, sollten dem Propagandaleiter der Ortsgruppe zur Verfügung gestellt werden.
Diesem Kameradendiebstahl hatte sich Alfons Hoyer widersetzt. Die Drohung mit einem Konzentrationslager war ihm zugegangen. Und als er dann noch für einen gefallenen Sportkameraden eine heilige Messe lesen lassen wollte, war das wohl das Hauptverbrechen, das A. Hoyer begangen hatte. Darum musste er verschwinden.

1942 wurde das Sportgeschehen stillgelegt. 1945, nach dem Zusammenbruch unseres Vaterlandes, fand auch der Sport überall nur Trümmerhaufen vor. Der Idealismus der Sportler war aber nicht gebrochen.
An einem Abend, als noch jegliche Sportart verboten war, hat Bernd (Pussi) Pitzer einige Kameraden zusammengerufen, um über die Möglichkeit einer Sportbetätigung zu beraten. 
Bälle und Sportbekleidung waren noch vorhanden. Sie wurden aus den Verstecken hervorgeholt. Diese und auch die Akten hatten Bernd Pitzer, Johannes Busch, Hans Warning und Josef Wöhrmann geheim in Verwahrung genommen.

Die Fußballer spielten gegen Mannschaften der Besatzungsmacht. Lehrer Hoyer war aus der Verbannung zurück. Er wurde auf Wunsch des Landkreises und durch Anweisung der Militärregierung beauftragt, in Kloster Oesede den Sport wieder ins Leben zu rufen. Hier war sein treuester Mitarbeiter wieder Bernd Pitzer.
Schon am 3.11.1945 war dann die Gründungsversammlung im Gasthaus August Frankenberg. Da der alte Name nicht mehr erscheinen durfte, wählte man den Namen:

Verein für Leibesübungen Kloster Oesede VfL.

In denVorstand wurden gewählt:
Hans Warning Vorsitzender
Johannes Busch Kassenwart
Bernd Pitzer Sportwart
Karl Schwöppe Oberturnwart
Alfons Hoyer Ehrenvorsitzender

Am 02.01.1946 wurde unter Nr. 383/W/509/56/112 der Verein mit Vorstand von der Militärregierung genehmigt. Folgende Sportarten wurden Angeboten: Fußball, Turnen, Leichtathletik, Sommerspiele und Tischtennis.

227 Mitglieder gehörten dem Verein an.

1947 nahmen unsere Spitzenturner Karl Schwöppe, Willi Schwebe und Johannes Rahenbrock mit großem Erfolg an den Bezirksmeisterschaften in Nordhorn teil. Willi Schwebe wurde bester Turner des Bezirks Osnabrück.
1952 wurde die 1. Herrenfußballmannschaft Kreismeister und schaffte den Aufstieg in die Bezirksklasse.

Im Jahr 1953 feierte der VfL Kloster Oesede sein 25 jähr. Bestehen. Ein Festbuch wurde erstellt. Anton Wöstemeyer hatte die Vereinsführung übernommen. Eine Satzung wurde erstellt.
Der VfL Kloster Oesede wurde in das Vereinsregister eingetragen und damit e.V.

1953 wurde die Gaststätte Steinfeld (Mühle) das neue Vereinslokal des VFL Kloster Oesede.

1954 übernahm Hans Haunert die Führung im VfL. Karl Krösche übernahm die Kassengeschäfte. Die Fußball A Jugend spielte in diesem Jahr um die Bezirksmeisterschaft.

1955 leitete Willi Schwebe, Johannes Rahenbrock und Fr. Niebaum die Turnabteilung mit großem Erfolg.
Unvergessen die Sportstunden in der Turnhalle im Obergeschoss der Schule.

Nach hartnäckigen Verhandlungen (seit 1952) mit der Gemeindeverwaltung, wurde dann 1958 der Sportplatz am Tiefen Siek erweitert. Die Heimspiele fanden in dieser Umbauzeit auf dem Harderberger Sportplatz statt. Eine Völkerwanderung zum Harderberg machte sich sonn-tags auf, um die Mannschaften zu unterstützen.

1959 im August konnte der neue Sportplatz seiner Bestimmung übergeben werden. Viele Sportkameraden haben mitgeholfen und Urlaub geopfert, um Stehterassen und Sitzbänke zu errichten.
In der Turnabteilung sorgten Heinz Schwebe, Ewald Schwebe und Christina Schwebe (Fr. Hoffmann) für neuen Aufschwung.

Edu Hoffmann arbeitete gezielt im Nachwuchsbereich der Turnabteilung.
1961 war wohl das erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte unserer Turnabteilung. Nach dem MTV Osnabrück und Tura Melle wurde unsere Turnabteilung 3. Kraft im Turnbezirk Osnabrück.
Die Tischtennisabteilung wurde 1960/61 nach einigen Jahren der Stillegung wieder aktiv. Die Abteilung wurde von Herbert Dreckmann bis in die Landesliga geführt. Er leitete die Abteilung bis zum Jahr 2000, also 40 Jahre, vorbildlich und mit großem Einsatz. 

Nachdem der Landkreis1961 an der Brinkstraße ein Lehrschwimmbecken gebaut hatte, konn-ten wir dort eine Schwimmstunde bekommen. Unter Anleitung von Heinrich Mentrup, Bernhard Nölker, Rita Zerbian und Herbert Dreckmann lernten bis 1993, 1300 Kinder Schwim-men.

1965 wurde die Turnhalle an der „Klosterstraße“ eingeweiht.
Nach dem Tod unseres Vereinswirtes Heinrich Steinfeld, wurde die Gaststätte „Am Markt“ (Inh. Hermann Brörmann) 1967 unser neues Vereinslokal.

1968 feierte der VfL Kloster Oesede sein 40 jähriges Jubiläum.
Die Feierstunde fand im Saal Steinfeld mit dem Präsidenten des Deutschen Fußballbundes Dr. Gößmann statt.
Unvergessen der 3:2 Sieg in diesem Jubiläumsjahr gegen den VfL Osnabrück.

1969 gab Karl Krösche nach 22 Jahren die Kassengeschäfte an Johannes Bünger ab, der diese dann bis 1991 übernahm.

Heinz Schwebe löste 1968 Bernd Pitzer als Geschäftsführer ab. Bernd Pitzer hatte dieses Amt 41 Jahre in vorbildlicher Weise geführt.
Erstmals wurde mit Rita Zerbian für die Turnabteilung 1970 eine hauptamtliche Sportlehrerin eingestellt.

1972 wurde der Tennenplatz eingeweiht.

1973 gründete Heinrich Mentrup die Wanderabteilung. Winfried Niekamp und Josef Schmitz gründeten die Radsportabteilung.

1974 erreichte die 1. Fußballmannschaft das Endspiel um den Bezirkspokal gegen Eintracht Nordhorn, das leider 2:0 verloren ging.


Ein weiterer Meilenstein für den Verein und für den Sport in Kloster Oesede war 1975, die Einweihung der große Sporthalle an der Waldbühne. Neue Abteilungen und Gruppen entstanden. 

1700 Mitglieder zählte damals der VfL Kloster Oesede.

Im November 1975 wurde die Tennisabteilung gegründet. 1. Abteilungsleiter wurde Hans Gerd Himmermann. Die neue Tennisanlage wurde dann im Mai 1978 eingeweiht.

Auch die Volleyballer gründeten 1975 ihre Abteilung. Leiter dieser Abteilung wurde H. Cramer.
1975 kam die Freizeitgruppe „Sturmvögel Dröper“ zum VfL.
1977 Gründung einer Damenfußballabteilung.

1978 feierte der VfL sein 50 jähriges Vereinsjubiläum.

Höhepunkt einer Festwoche war das Altliga Fußballspiel vor 2500 Zuschauern gegen die Alt-liga Mannschaft des HSV.
Ein weiterer Höhepunkt war der Jubiläumsball in der Sporthalle „An der Waldbühne“, der auch in den nachfolgenden 25 Jahren immer wieder ein Höhepunkt im gesellschaftlichen Ver-eins- leben des VfL, und auch in der Stadt Georgsmarienhütte ist.
Die ersten Stiftungsfeste (heute Sportlerball) waren in den ersten 25 Jahren immer mit einem Schauturnen verbunden. Diese fanden im Saal Frankenberg, ab 1953 im Saal Everwien und von 1957 bis 1977 im Saal Steinfeld statt. Danach in der Turnhalle an der Waldbühne.

Im Jahr 1979 übernahm Jochen Pohlmeyer den Vorsitz im VfL. Dieses Amt hatte Hans Hau-nert in vorbildlicher Weise 21 Jahre ausgeübt.
1982 schaffte die 1. Damenmannschaft der Volleyballabteilung den Aufstieg in die Bezirksli-ga.
1983 erhielt Bernd Pitzer für seine Verdienste um den Sport das Bundesverdienstkreuz.

1986 gründete Georg Rollfing die Laufsportgruppe.

1988 fand nach 1982 zum 2. Mal das Kreiskinderturnfest in Kloster Oesede statt.

Eine große Ehre auch für den VfL wurde Heinrich Mentrup zu teil, als dieser 1993 das Bun-desverdienstkreuz überreicht bekam. 

1994 wurde die Geschäftsstelle des VFL in der Kreissparkasse eröffnet.

1996 Aufstieg der Tennisseniorinnenmannschaft in die Landesliga.

1997 ein Meilenstein in der VfL Geschichte. Nach 9 Monatiger Bauzeit konnte das Sportlerheim eingeweiht werden. Der gewaltige Einsatz vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter hatte dies möglich gemacht.

1999 gibt Jochen Pohlmeyer nach 20 Jahren den Vorsitz an Friedhelm Dörenkämper ab. 

2001 Aufstieg der 1. Herren Tischtennismannschaft in die Landesliga.
Im Jubiläumsjahr 2003 gehören 1450 Mitglieder dem VfL an. Neben Fußball und Turnen wird Tischtennis, Tennis, Volleyball, Radsport, Laufsport, Wandern und Schwimmen angebo-ten.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass der Breitensport in Kloster Oesede immer an erster Stelle stand. Ich denke da an die großen Erfolge im Turnbereich und in der Leichtathletik in den Anfangsjahren. Dann später, wo Frauen und Männer wie Christa Schwebe verh. Hoffmann, Rita Beermann verh. Zerbian, Joh. Rahenbrock, Willi Schwebe, Heinz und Ewald Schwebe, Edu Hoffmann, Hans Georg Schubert, um nur einige zu nennen, den Verein Ihren Stempel aufgedrückt haben.

An die großen Erfolge im Tischtennisbereich. Die auch heute noch vorhanden sind. Anja Luttman (verh. Schulz), Geschw. Sieker, Gebr. Spreckelmeyer, um nur einige zu nennen, haben hier Großes geleistet.

An die großartigen Erfolge in der Fußballabteilung. Von 1950 an, über 40 Jahre, war der Fußball in Kloster Oesede eine Macht. Er wird das auch wieder werden.
Wer denkt da nicht an die Spiele, bei denen hunderte von Zuschauern Sonntag für Sonntag die Mannschaft begleiteten. An die Busfahrt zu den Spielen mit „Stönners Matzken“… für alle Beteiligten unvergessliche Erlebnisse. 
Die Trainer, die hier großen Anteil an diesen Erfolgen hatten: Ferdie Glüsenkamp, Rudi Wechsel, Willi Klare, Alfons Volkmer, Friedel Stolzenberg, Josef Frankenberg, Wolfgang Herlitzius, Carly Tripp, Werner Kamper, Hans Joachim Janker, Günther Knoblich, um nur einige zu nennen.

Aber auch viele Übungsleiter und Betreuer, die ich hier nicht alle erwähnen kann, haben ihren Beitrag zu diesem Erfolg beigetragen.
Die Verantwortlichen Obleute: Josef Steinfeld, Johannes Kleine Hartlage, Adolf Luttmann, Josef Elschen, Heinz Burmeister, Heiner Kruse, Felix Knoblich, Friedhelm Eggert, Friedhelm Dörenkämper … alle haben hervorragende Arbeit geleistet.

Erwähnen möchte ich auch noch die in jedem Jahr stattfindenen Großveranstaltungen, wie den Abendlauf der Laufsportgruppe.
Der GM.Hütter 0-Lauf. Ein Lauf über 50 km über den Rundwanderweg „0“ um die Stadt Ge-orgsmarienhütte, von Georg Rollfing bestens organisiert, an dem Sportler aus ganz Deutschland teilnehmen.
Oder die „Teuto Classic“, ein Tennisturnier, bei dem großer Sport geboten wird.
Oder das Radrennen: „Rund um den Markt“.
Die Kreismeisterschaften und Stadtmeisterschaften im Tischtennis .
All diese Veranstaltungen zeigen, dass der Breitensport in Kloster Oesede immer noch gewahrt wird.
In dieser Rückschau ist aber auch zu erkennen, dass der Sportverein nach den Jahren seiner Gründung, bis zum zweiten Weltkrieg, von Frauen und Männern aus Kirche und Schule geleitet wurde.
Kaplan Klemme, Kaplan Brakel, Pfarrer Beermann, Vikar Kaesbach, Lehrer Trentmann, Lehrer Hoyer, Rektor Döllmann, Lehrer Cilitzka, Fr. Oeben … um nur einige zu nennen.

Dann ab den 50er Jahren haben: Hans Haunert, Bernd Pitzer, Karl Krösche, Heinz Schwebe, Heinrich Mentrup, Jochen Pohlmeyer, Johannes Bünger, Herbert Dreckmann und Friedhelm Dörenkämper die Geschicke des Sports in Kloster Oesede mit großem Erfolg geleitet.
Diese Sportkameraden haben es verdient, hier noch einmal erwähnt zu werden. Leider sind einige nicht mehr unter uns. Diese dürfen nicht vergessen werden. 
Ich möchte diese Sportkameraden hier noch einmal ins Gedächtnis bringen.

Der Sport in Kloster Oesede hat in den nun zurückliegenden 75 Jahren einen großen Stellen-wert in Kloster Oesede, in der Stadt Georgsmarienhütte und darüber hinaus. Er wird dieses in Zukunft auch noch haben.

Ich möchte aber auch in meiner kurzen Rückschau den Politikern Dank sagen, die für die da-malige „Gemeinde mit begrenzten Mitteln“ Kloster Oesede, immer ein offenes Ohr, auch für den Sport, hatten. 
Dann, Jahre später, der Stadt Georgsmarienhütte, die nicht nur hier in Kloster Oesede, sondern auch in allen anderen Stadtteilen hervorragende Sportanlagen geschaffen hat.

Ich bin davon überzeugt, dass nach den vielen Veranstaltungen, die in diesem Jahr des 75sten Geburtstags stattfinden werden, es wieder einen Schub geben wird für den Sport hier in Kloster Oesede.
Und wie trefflich sagte doch der Festredner Herbert Erben auf der Feierstunde zu unserem 50 jährigen Geburtstag im Saal Steinfeld: Um wie viel ärmer wäre Kloster Oesede, wäre die Stadt Georgsmarienhütte, gäbe es den VfL nicht.
Recht hat er gehabt.

Jochen Pohlmeyer
(Ehrenvorsitzender)